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Das Wetter in Buenos Aires:

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Frühlingsanfang in Buenos Aires

Und wieder eine lange Pause, die zur Folge hat, dass es auch einen etwas längeren Text gibt.

Aber am Anfang möchte ich mich zuerst einmal für die liebe Geburtstagspost bedanken, die in den letzten Tagen hier eingetrudelt ist. Da stellt man mal wieder fest…wahnsinn, wie viele Leute an einen denken. Also vielen herzlichen Dank hierfür! J

 

Trip nach Uruguay

Vom 10. bis zum 13.09 war ich mit 2 deutschen (Britta und Christian), die auch hier Theologie studieren und einem, der hier nur für 2 Wochen Britta besucht (Konstantin) in Uruguay. Das lustige ist, dass ich letztes Jahr Konstantin schon auf einem Seminar von meiner Landeskirche kennen gelernt habe…die Theologenwelt ist einfach klein.

Am Freitag früh um 6 gings los, erstmal mit der U-Bahn, in das Zentrum(in der entgegen einiger Behauptungen alles andere als rush-hour war) und dann sind wir richtig Hafen gelaufen, auf dem Weg dahin ist mir dann aufgefallen, dass für die paar Tage mein Rucksack ein bisschen schwer ist, was ich zum ersten verwunderlich fand und zum zweiten noch das ein oder andere mal bedauern werden würde. Im Hafen war alles kein Problem, die ausreise Formalitäten, mit Stempel und so, mussten noch erledigt werden und dann konnte es schon auf die Atlantic III, einer Speedferry direkt nach Montevideo gehen. Bei den anderen war die Enttäuschung erstmal groß, dass man nicht auf Deck gehen konnte und ansonsten bot das Schiff nur einen Sitzplatz, eine kleine Essensausgabe und einen Duty-Free Laden(bei dem , vor allem bei mir, kurzzeitig Begeisterung aufkam, da er Spottbillig zu sein schien, allerdings waren die Preise nicht in Uruguayischen Pesos, oder in Argentinischen Pesos, sondern in US-Dollar ausgewiesen, somit war auch diese Freude dahin). So verlief die 3-stündige Überfahrt recht unspektakulär. In Montevideo hatten wir bei der Ankunft richtig schönes Wetter und so sind wir vom Hafen in das Zentrum gelaufen, zu unserem Hotel, das wirklich richtig schön eingerichtet war.

Wir nutzten gleich das schöne Wetter um die Stadt zu erkunden. Montevideo ist auch wirklich eine schöne Stadt, kleiner und viel ruhiger als Buenos Aires. Abends waren wir schön essen und wollten dann noch etwas trinken gehen und das es mittlerweile regnete und wir nicht durch die Stadt irren wollten, sind wir in die Straße von unserem Hostel gegangen, in der es unterschiedlichste Kneipen gab, in denen es meistens auch Livemusik gab…….

Am nächsten morgen waren beim Aufwachen komischerweise schon alle Fristen überschritten: Zu spät zum Frühstück, zu spät zum Auschecken… Aber das war alles kein Problem, wir haben uns zwar etwas beeilen müssen, aber ein kleines Frühstück haben wir trotzdem bekommen. Danach sind wir durch die Stadt gelaufen und noch mal zum Hafen, da dort samstags ein spezieller Markt sein sollte. Als wir da waren, stellten wir fest, dass wir in einer riesengroßen Grillhalle(ein anderes Wort dafür fällt mir nicht ein) gelandet waren. Es gab verschiedene Stände, die alle richtig große Grills hatten, auf denen, im wahrsten Sinne des Wortes haufenweise Fleisch lag. Nachdem wir uns umgesehen hatten, sind wir an einen Stand gegangen und haben uns eine Grillplatte für 3 Personen bestellt, woraufhin eine große Schüssel mit einem Berg von Fleisch kam(natürlich gab es keine Beilagen). Zu viert schafften wir grade einmal die Hälfte bis wir satt waren.

Danach holten wir unsere hinterlegten Sachen im Hostel ab um uns in einem Bus auf den Weg nach Colonia del Sacramento zu machen. Colonia ist ein kleines Städtchen direkt gegenüber von Buenos Aires, das einzige am Mar del Plata, das von Portugiesen gegründet wurde. Vom Busbahnhof sind wir erstmal mit unseren Sachen zu unserem Hostel gelaufen, um dann die Altstadt zu erkunden. Man merkt gleich, den Charme der Stadt: viele alte kleine Häuschen, verbunden durch kleine gepflasterte Gässchen, durch die der Wind fegt, auf einer Halbinsel umgeben von Wasser. So kann man sich wirklich gut vorstellen, wie vor ein paar hundert Jahre hier die Schmugglerware auf Boote geladen wurde und es von Seefahrern hier nur wimmelte. Heute stehen an der ein oder anderen Straße noch ein Pferdewagen, oder ein Oldtimer aus den 20er Jahren.

Nachdem wir durch die kleine Stadt gelaufen sind, haben wir uns auf den Leuchtturm gesetzt und den tollen Sonnenuntergang im Mar del Plata beobachtet.

Bis Montag sind wir geblieben und haben einfach Urlaub gemacht, sprich viel gebummelt, gut gegessen, Kaffee getrunken, gelesen usw. usw. Am Montagnachmittag sind wir dann mit der Fähre nach Buenos Aires gefahren, wo wir im Regen und genau zur Zeit des Berufsverkehrs angekommen sind, mitten im Trubel der Großstadt.

 

Nachdem man sich 2 Tage von der „anstrengenden“ Reise erholt hatte,also nicht wirklich viel gemacht hat, sind wir alle zusammen am Mittwochabend zu einer Milonga gegangen. Das ist ein „Tanzabend“ an dem eine Band Tango spielt, und jeder dazu Tangotanzen kann, der will, bzw. es kann. Wir konnten es alle nicht, aber es war trotzdem schön zuzuhören und zuzugucken.

Am Freitag gab es mal wieder eine Abschiedsparty, für Patricia (die, die mich an meinem 2. Tag hier zu ihrem Geburtstag eingeladen hatte) ,da sie für unbestimmte Zeit in die USA geht. Der Abend war ganz nett, vor allem weil die WG Mitglieder zusammen mit dem Pförtner noch ein Musikstück aufgeführt haben und Hugo, der Pförtner, (ein schon etwas älter Typ, mit langen grauen Haaren und langem grauen Vollbart) danach noch auf seiner Gitarre Lieder gespielt hat, unter anderem auch den berühmten Tango Caminito (der genauso heißt wie die Straße in La Boca, mit den bunten Häusern).

Nachdem ich etwas erkältet war, hab ich Samstag nichts gemacht und bin nur abends mit Britta und Konstantin in ein tolles Lokal im Stadtteil Parlermo gegangen, um mal typisch argentinisch zubereitetes Rindfleisch zu essen. Es war wirklich lecker.

Sonntagabend waren wir in einer WG von anderen Theologiestundenten hier eingeladen, die schon richtig viel Pizza vorbereitet hatten. Auf einmal zündeten sie ne Kerze an und haben mir ein Geburtstagslied gesungen. Christian und Leon(ein deutscher Kumpel von Christian) hatten auch noch Sekt gekauft und so feierten wir in meinen Geburtstag rein. Damit hatte ich nicht gerechnet. Danach wurde der Wohnzimmertisch beiseite geschoben, die Musik etwas lauter gemacht und jeder hat einfach getanzt und als wir uns verabschiedet haben um halb 2 hörten wir sie zwei Blocks weiter immer noch feiern.

Der Montag begann ganz gut, nämlich hatten Britta, Christian, Konstantin und Leon ein Frühstück für mich vorbereitet und so haben wir ein bisschen gequatscht und den Tag langsam angehen lassen. Für die WG stand der Tag eher unter dem Zeichen, von Patricias Abschied, da sie zusammen mit Konstantin, dessen Urlaub hier auch vorbei war, abends abfliegen würde. Nach dem Frühstück fing ich an die Sachen einzukaufen und vorzubereiten, die man für einen Grillabend brauchen würde. Da ich keine Ahnung habe, wie man ein Argentinisches Asado(Grill) macht, wollte ich ein Asado Alemán machen. Da am Dienstag frei ist, weil Frühlingsanfang und Tag der Studenten ist, hat es sich angeboten auch ein bisschen zu feiern. Also hab ich den ganzen restlichen Tag zwischen Laden und Küche verbracht, da man hier natürlich nicht schon fertig eingelegte Steaks kaufen kann, war das alles etwas aufwendiger, weil man so alles selbst machen musste. Und auch für den Nudelsalat und Kartoffelsalat, musste ich erstmal wissen, wie man aus Schlagsahne sauere Sahne machen kann(Denn auch die scheints hier nicht zu geben). Um 21:00 Uhr war ich dann fertig mit allem und nach und nach kamen die ersten Gäste. Wir haben unten im Garten gesessen, was wirklich richtig schön war, da es auch nicht zu kalt war und das Fleisch ist zum Glück gelungen und die drei Salate, waren noch vor dem Fleisch leer, womit ich nicht gerechnet hätte(da ich 2 große Schüsseln mit Nudel und Kartoffelsalat und ein Blech mit Tomtaten-Basilikum…gemacht hatte)

Aber es hat allen geschmeckt und es war ein richtig tolles Geburtstags-/Garten-/Frühlingsfest.

 

Am nächsten Tag sind wir, da ja frei war und es Frühlingsanfang war nach Puerto Madero, dem Hafenviertel von Buenos Aires, gefahren um ein Picknick in einem Park zu machen. Da waren auch richtig viele Leute und überall wurde Fußball gespielt, oder gelesen oder Gitarre gespielt…wirklich eine nette Atmosphäre.

 

Bis die Bilder da sind dauert es leider mal wieder etwas, bei der Internetgeschwindigkeit hier…

 

Nochmal vielen Dank für eure Grüße, lasst es Euch gut gehen und bis bald!

Saludos

Philipp

23.9.10 00:58
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Josi (23.9.10 11:26)
Hehe, wie ich gesagt hab: Möbel weg und dancen

schön, mal wieder was von dir zu lesen, klingt ja als hättest du viel Spaß! Könnte man fast neidisch werden...


Liebe Grüße,
Josi


Marie (23.9.10 16:06)
Yeay, Phil, lass es Dir gut gehen! :-)

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