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Das Wetter in Buenos Aires:

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Erntedankfest

Während es in Deutschland nun quasi schon Sommer ist, und der Neid auf die sonnigen Tage, Grillabende bis spät in die Nacht, Picknicks in der Natur, Freibad und All das was mit dieser Jahreszeit einhergeht sehr groß ist, versuchen wir hier das Beste aus dem zu machen, was wir hier haben: Herbst!

So richtet man sich langsam gemütlich im Hause ein, genießt eventuell die paar Stunden Mittagssonne, beschäftigt sich mit leckerem Essen und während es draußen früh dunkel wird hört man statt Partymusik lieber mal einen langsam daherkommenden Hit, der zu dem ruhig zu bodenfallenden Laub passt, bevor der Nachtwind diesen Prozess beschleunigt. Generell scheint die nie zu Ruhe kommende Stadt einen Gang zurück zu schalten und so lernt man wieder eine neue Seite Buenos Aires kennen: Die Herbstliche!

Da man bei uns in Deutschland ja seit einiger Zeit schon ab September Nikoläuse und Christstollen kaufen kann, ist es einem gar nicht möglich den ganzen Herbst über einmal nicht an die bevorstehende, gemütliche Winter- und damit immer verbundene Weihnachtszeit zu denken. Hier sieht das jedoch anders aus. Herbst ist eben Herbst und der darauffolgende Winter ist Winter, der mehr als 2 Wochen Ferien nicht mehr zu bieten hat. Keine großen Feste oder Festivals, kein Nikolaus, keine Adventszeit auf die man sich freuen. Jedoch verliert sich dann in der spät-sommerlichen Vorweihnachtsstimmung, in der man sich schon Gedanken über Geschenke macht, oder die Neujahrsreise plant, eine Jahreszeit: der Herbst!

Von vielen gar nicht mal die Lieblingsjahreszeit, da man den Sommer hinter sich lassen muss, der einem doch so viele Möglichkeiten eröffnet, der mit Spaß und Freude so stark verbunden ist, mit Ferien, Reisen, draußen sein, Feiern, einfach allem, was Spaß macht. Darauf fast ein Jahr zu warten? Das ist hart! Dagegen hilft vielleicht eine Packung Dominosteine oder Marzipankartoffeln... Dabei haben die herbstlichen Monate auch ihren Reiz. Prächtig stellt sich die Natur zur Schau, während man dabei zusehen kann, wie sich die Farben verändern. Die Blätter fallen und der brausige Wind, der einem durchs Haar fährt spielt mit dem Laub, während Kinder sich aufs Drachensteigen freuen. (Ich schreibe das hier nur, damit man sich im Juni bei 30° ein bisschen in die Herbststimmung hineindenken kann ). Ein „Programmpunkt“ im Jahreskalender gibt es jedoch noch, zwischen dem letzten Freibadbesuch und dem ersten Türchen des Adventskalenders. Das Erntedankfest fällt natürlich: In den Herbst!

Und da wir drei hier, die wir aus Deutschland kommen, das eigentlich eine schöne Sache finden, am Ende des Sommers ein Erntedankfest zu feiern, gab es den verrückten Aushang „Erntedankfest am 29. Mai 2011“, der möglichst viele dazu einladen sollte. Klar gab es dazu natürlich Erklärungsbedarf (Was ist das? Im Mai?), aber nichts desto trotz kamen doch einige Leute, was uns sehr gefreut hat. Sogar der Dekan unserer Universität kam. Der Ablauf sah so aus, dass wir drei einen Gottesdienst vorbereitet hatten, den wir bei schönen Herbstwetter im Garten gefeiert haben und wir danach alle zusammen, das von jedem mitgebrachte Essen gegessen haben. So verbrachten wir einen schönen Tag Im ISEDET mit einer Feier für: Den Herbst!

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Ich hoffe Euch Allen geht es gut! Hier ist nach wie vor Alles bestens, seit Dienstag bin ich endlich auch wieder Besitzer eines deutschen Passes, druckfrisch, mit dem es nun wieder auf Reisen gehen könnte. Wenn sich da mal die Investition nicht gelohnt hat.

Ich freue mich natürlich auch von Euch zu hören!

Alles Gute aus Buenos Aires

Saludos


Philipp

6.6.11 07:48


Herbst

Es ist April, die Zeit fliegt dahin und mit einem Male befinden wir uns hier mitten im Herbst. Während in Deutschland das Wetter anfängt freundlich und angenehm zu werden, man sich schon mehr draußen aufhalten will und man schon quasi jede Woche grillen kann, sodass man im Sommer schon wieder keine Lust hat, weht hier ein starker Wind durch die Straßen, der die von den Bäumen gefallenen Blätter bis zur nächsten Ecke mitnimmt, während sich über der Stadt ein Gewitter zusammenbraut; Herbstwetter! Das trübt allerdings die Stimmung nicht und tagsüber ist es meistens noch angenehm warm, jedoch wird es nachts schon kühl(oder „frisch“ wie andere sagen würden). Das man nun auf den Winter zusteuert, in dem es keine Weihnachtsmärkte, oder eine Adventszeit geschweige denn Glühwein gibt ist dabei allerdings schon komisch. So kommt es, dass der Ventilator, ohne den es noch vor ein paar Wochen nicht auszuhalten gewesen wäre gut in einer Ecke verstaut ist und ich auch wieder ein bisschen Zeit zu schreiben hatte, was auch wirklich mal wieder notwendig war.  

Mir geht es hier weiterhin gut und neben der Uni habe ich nun auch angefangen in einem Projekt der Kirche hier zu arbeiten, dazu werde ich dann die nächsten Tage mehr schreiben. Ich habe die letzten Tage an einem Reisebericht gearbeitet, der auch hier zu finden ist. Es ist zwar kein „Moment“, aber auf dieser Seite kann man sich den Bericht durchlesen, falls man mal zu viel Zeit hat. Eigentlich sollte der auch als Blogeintrag hier rein, aber als ich einmal angefangen hatte, wurde mir schnell klar, dass das den Rahmen sprengen würde.

Der Neue Link zu dieser Seite ist übrigens: http://www.southamerica-connection.de.nu/

Nun hoffe ich, dass das Bloggen mal wieder regelmäßiger klappt!

Bei Euch allen alles klar?

Bis dann!


Saludos


Philipp

19.4.11 08:24


Besuch aus Hemsbach

Anfang März durfte ich die kleine Familie Raekow, Josi, Paul und den nicht ganz so kleinen Roman hier am Flughafen abholen, die mich 3 Wochen hier besucht haben. Die drei hatten hier auch ein Zimmer im ISEDET, was zwar nicht besonders schön war, aber so konnten wir wenigstens immer zusammen essen und die Zeit verbringen. Soweit das möglich war, erkundeten wir auch die Besonderheiten Argentiniens und im speziellen Buenos Aires'. Zumindest kulinarisch gelang es uns dabei quasi alles kennen zu lernen, da neben Rindfleisch, Empenadas(gefüllte Teigtaschen), Hamburguesa/Milanesa completa(Hamburger oder Schnitzelbrötchen, mit Salat, Tomaten, Ketchup, Mayonnaise, Schinken und Käse, und zu guter Letzt ein Spiegelei) und natürlich der hier erfundenen argentinischen Pizza die Küche nicht besonders viel Eigenheiten zu bieten hat. Dabei sind diese Sachen um so leckerer. Auch konnten wir hier natürlich von Josis Kochkünsten profitieren, sodass ich neben exquisitem Essen nun auch (in der Theorie) weiß wie man Spätzle macht. Neben dem Essen konnte man natürlich auch seinem kleinen Neffen dabei zu gucken, wie er Quatsch macht und mit „OhTange“ und „OhTeine“ und auf der Mundharmonika spielt und dabei immer wieder alles für sich neu entdeckt, während man mit Paules Vater selbst Quatsch macht. Und noch heute bekomme ich zu hören, was ich denn für einen niedlichen und tollen Neffen hätte. Leider hat bei mir die Uni dann angefangen und so konnte ich leider nur den ersten halben Tag im Tigre Delta bleiben, während die drei sich dort für ein paar Tage ein Hüttchen mitten am Fluss gemietet hatten. Nach ihrer Rückkehr verbrachten wir noch einige Tage zusammen in Buenos Aires, wobei ich leider ein paar Tage krank war. Ich weiß grade nicht, was ich sonst noch schreiben könnte, außer, dass es noch viele Bilder und Geschichten auf dem Blog von Paul gibt, wer dort mal vorbei schauen möchte, es lohnt sich! Es war wirklich richtig toll, dass sich alle drei, trotz der weiten Reise und der ganzen Umstände aufgemacht haben, um mich hier zu besuchen. Es ist immer schwer Momente zu beschreiben, die schön sind die man genießt, obwohl von außen betrachtet wenig passiert: Man sitzt zusammen und quatscht nur ein wenig, oder isst oder sitzt im Garten in der spät sommerlichen Hitze und das nicht wie gewohnt an der Bergstraße oder im Odenwald, sondern mitten in Buenos Aires!

Und so will ich hier nur noch ein Danke stehen lassen und freue mich euch wieder zu sehen, dann wieder in trauter Umgebung.

Saludos

Philipp

13.4.11 06:44


Zurück zur Siesta

Hallo!

Gestern bin ich losgestartet um nach Buenos Aires zu fliegen. Nachdem der Flug heute morgen pünktlich am Flughafen ankam, war ich dann auch zum Mittag bei mir im Zimmer, nachdem ich einmal quer durch die Stadt und wieder zurück gefahren/gelaufen/geirrt bin.

Aber es ist alles gut gelaufen, bis dass ich am Flughafen beraubt wurde...nämlich meiner leckeren Paprikasalami aus Deutschland. Das war schon ein bitterer Anblick, wie leckere 3,59€ ungenutzt in der Mülltonne landen. Der Zollbeamte wollte leider auch nicht auf mein Angebot eingehen, die jetzt mal zu probieren...naja was solls. Der Rest ging durch!

Also bis bald mal, mehr gibts von meinen paar Stunden in Südamerika noch nicht zu erzählen, außer dass es schön war mal wieder ein bisschen in Deutschland gewesen zu sein und Euch alle gesehen zu haben.

Saludos

Philipp

26.1.11 21:17


Eigentlich...

Eigentlich müssten zwischen diesem Text und den anderen , viele andere stehen, mit einem Berg von Bildern, denn
Eigentlich reicht ein Text nicht aus, um zu beschreiben, was passiert ist und
Eigentlich hatte ich auch schon einen Text angefangen zu schreiben, über das "Alltagsleben" hier in Buenos Aires, aber da seit einiger Zeit mein Word nicht mehr funktioniert, warum auch immer, kann ich noch nicht mal den Halbfertigen Text presentieren, aber
Eigentlich ist das auch garnicht mehr notwendig, denn ich komme ja bald zurück und dann könnte ich euch
Eigentlich auch alles erzählen. Denn viel Zeit habe ich grade nicht, um viel zu schreiben denn
Eigentlich müsste ich meine Sachen packen und meine Reise planen, die heute los geht in Richtung Süden. Der

Eigentliche Plan ist, nach Puerto Madryn zu fahren, um die Halbinsel Valdez zu besuchen und dann irgendwie weiter zu gucken...

Eigentlich noch garkein Plan. Wir werden sehen, wo es hin geht. Vielleicht schaffe ich es ja bis Feuerland. Im Endeffekt  könnte man sagen, dass ihr ja

Eigentlich wisst, dass wenn man sich nicht meldet, es einem meistens gut geht. So ist es auch bei mir. Und nun lassen wir das eigentliche mal eigentlich sein...mir gehts gut und man erlebt hier wirklich tolle und interesante Sachen, die einem sicher noch sehr lange in Erinnerungen bleiben. Hier in Buenos Aires beginntgrade das Wetter von heiß in sehr heiß zu wechseln, weswegen nicht zuletzt ich vorhabe in den angenehmeren Süden zu fahren.

Ich wünsche Euch allen eine schöne, ruhige, besinnliche und gesegnete Adventszeit! Ich freue mich Euch alle wieder zu sehen und mich ein bisschen abzukühlen in Deutschland! Lasst es Euch gut gehen.

Saludos

 

Philipp

29.11.10 05:55


Wieder hier!


Nachdem ich es nicht mehr geschafft hatte vor der Reise nach Paraguay etwas zu schreiben, wird es jetzt höchste Zeit...

Was ich vor der Reise schreiben wollte, weis ich so recht gar nicht mehr, und wirklich Spektakuläres ist auch nicht passiert, würde ich sagen.

Zu der Reise: Leider kann ich keinen ausführlichen Reisebericht schreiben, da ich dann die nächsten Wochen daran sitzen würde und nichts anderes mehr machen könnte. Aber um mal den Versuch zu wagen diese zehn Tage in Wörtern zu beschreiben sind mir spontan folgende eingefallen: Toll, beeindruckend, schön, unglaublich, Wahnsinn, abgefahren, anders, nett, ruhig, aufregend, spannend…und vieles mehr. Gerne würde ich Euch auch noch Bilder zeigen, aber das könnte auch dauern, bis man dort die schönsten ausgesucht hat, was bei über 800 (wirklich verrrückt!) nicht ganz einfach ist. Vielleicht verschieben wir das einfach auf Dezember, denn eine Erzählung kann schon spannender sein, als irgendein Text.

Aber einen Text ganz ohne Information möchte ich hier natürlich nicht stehen lassen und zumindest mal objektiv die Reiseroute beschreiben, sodass die, die grade zufällig eine Südamerika Karte zu Hand haben diese auch nach verfolgen können.

Los gings am Freitag den 15.10. Buenos Aires-

16.10. Posadas – Grenzübergang Paraguay – Encarnación – Hohenau: Besuch von Trinnidad und Jesús (Ruinen von Jesuiten Missionen)

18.10. Hohenau –  Encarnación – Grenzübergang Argentinien – Posadas – San Ingnacio & San Lorento (Ruinen von Jesuiten Missionen) – Posadas – Grenzübergang Paraguay – Encarnacion

19.10. Ankunft Asunción – Abfahrt nach Concepción

21.10. Concepción

22.10. Fahrt nach Ciudad del este

24.10. Grenzübergang Brasilien - Foz de Igazú und den Cataratas Igazú(Wasserfälle) – Grenzübergang Argentinien Puerto Igazú

25.10. Catratas Igazú (Argentinien) – Rückfahrt

26.10 Buenos Aires

 

Soweit zu den Fakten...

Gestern war hier eine Volkszählung, weswegen wir einen Tag frei hatten und man eigentlich nicht aus dem Haus gehen sollte. Deswegen war auch alles geschlossen und wir haben ein bisschen Fußball gespielt und gewartet, dass die Leute kommen, die uns befragen wollen. Aber sie sind nicht gekommen.  Abends haben wir dann ein Bisschen in Christians Geburtstag reingefeiert und heute Abend findet dann die große Party im Garten unten statt, wo wieder gegrillt wird.

Ansonsten ist gestern auch der Ex-Präsident von Argentinien und Ehemann der amtierenden Präsidentin Kirchenr gestorben, weswegen es 3 Tage Staatstrauer gibt und heute wurde er noch mal aufgebarrt am Plaza de Mayo. Ich selbst war nicht da, aber Britta meinte, dass dort Volksfeststimmung herrscht, warum auch immer… Und die ganze Innenstadt abgesperrt ist und es eine Kilometer lange schlange gibt, um sich von dem Ex-Präsidenten zu verabschieden.

Soweit zu dem, was hier passiert bzw. passiert ist.

 

Hasta pronto

Saludos

 

Philipp

28.10.10 23:15


Frühlingsanfang in Buenos Aires

Und wieder eine lange Pause, die zur Folge hat, dass es auch einen etwas längeren Text gibt.

Aber am Anfang möchte ich mich zuerst einmal für die liebe Geburtstagspost bedanken, die in den letzten Tagen hier eingetrudelt ist. Da stellt man mal wieder fest…wahnsinn, wie viele Leute an einen denken. Also vielen herzlichen Dank hierfür! J

 

Trip nach Uruguay

Vom 10. bis zum 13.09 war ich mit 2 deutschen (Britta und Christian), die auch hier Theologie studieren und einem, der hier nur für 2 Wochen Britta besucht (Konstantin) in Uruguay. Das lustige ist, dass ich letztes Jahr Konstantin schon auf einem Seminar von meiner Landeskirche kennen gelernt habe…die Theologenwelt ist einfach klein.

Am Freitag früh um 6 gings los, erstmal mit der U-Bahn, in das Zentrum(in der entgegen einiger Behauptungen alles andere als rush-hour war) und dann sind wir richtig Hafen gelaufen, auf dem Weg dahin ist mir dann aufgefallen, dass für die paar Tage mein Rucksack ein bisschen schwer ist, was ich zum ersten verwunderlich fand und zum zweiten noch das ein oder andere mal bedauern werden würde. Im Hafen war alles kein Problem, die ausreise Formalitäten, mit Stempel und so, mussten noch erledigt werden und dann konnte es schon auf die Atlantic III, einer Speedferry direkt nach Montevideo gehen. Bei den anderen war die Enttäuschung erstmal groß, dass man nicht auf Deck gehen konnte und ansonsten bot das Schiff nur einen Sitzplatz, eine kleine Essensausgabe und einen Duty-Free Laden(bei dem , vor allem bei mir, kurzzeitig Begeisterung aufkam, da er Spottbillig zu sein schien, allerdings waren die Preise nicht in Uruguayischen Pesos, oder in Argentinischen Pesos, sondern in US-Dollar ausgewiesen, somit war auch diese Freude dahin). So verlief die 3-stündige Überfahrt recht unspektakulär. In Montevideo hatten wir bei der Ankunft richtig schönes Wetter und so sind wir vom Hafen in das Zentrum gelaufen, zu unserem Hotel, das wirklich richtig schön eingerichtet war.

Wir nutzten gleich das schöne Wetter um die Stadt zu erkunden. Montevideo ist auch wirklich eine schöne Stadt, kleiner und viel ruhiger als Buenos Aires. Abends waren wir schön essen und wollten dann noch etwas trinken gehen und das es mittlerweile regnete und wir nicht durch die Stadt irren wollten, sind wir in die Straße von unserem Hostel gegangen, in der es unterschiedlichste Kneipen gab, in denen es meistens auch Livemusik gab…….

Am nächsten morgen waren beim Aufwachen komischerweise schon alle Fristen überschritten: Zu spät zum Frühstück, zu spät zum Auschecken… Aber das war alles kein Problem, wir haben uns zwar etwas beeilen müssen, aber ein kleines Frühstück haben wir trotzdem bekommen. Danach sind wir durch die Stadt gelaufen und noch mal zum Hafen, da dort samstags ein spezieller Markt sein sollte. Als wir da waren, stellten wir fest, dass wir in einer riesengroßen Grillhalle(ein anderes Wort dafür fällt mir nicht ein) gelandet waren. Es gab verschiedene Stände, die alle richtig große Grills hatten, auf denen, im wahrsten Sinne des Wortes haufenweise Fleisch lag. Nachdem wir uns umgesehen hatten, sind wir an einen Stand gegangen und haben uns eine Grillplatte für 3 Personen bestellt, woraufhin eine große Schüssel mit einem Berg von Fleisch kam(natürlich gab es keine Beilagen). Zu viert schafften wir grade einmal die Hälfte bis wir satt waren.

Danach holten wir unsere hinterlegten Sachen im Hostel ab um uns in einem Bus auf den Weg nach Colonia del Sacramento zu machen. Colonia ist ein kleines Städtchen direkt gegenüber von Buenos Aires, das einzige am Mar del Plata, das von Portugiesen gegründet wurde. Vom Busbahnhof sind wir erstmal mit unseren Sachen zu unserem Hostel gelaufen, um dann die Altstadt zu erkunden. Man merkt gleich, den Charme der Stadt: viele alte kleine Häuschen, verbunden durch kleine gepflasterte Gässchen, durch die der Wind fegt, auf einer Halbinsel umgeben von Wasser. So kann man sich wirklich gut vorstellen, wie vor ein paar hundert Jahre hier die Schmugglerware auf Boote geladen wurde und es von Seefahrern hier nur wimmelte. Heute stehen an der ein oder anderen Straße noch ein Pferdewagen, oder ein Oldtimer aus den 20er Jahren.

Nachdem wir durch die kleine Stadt gelaufen sind, haben wir uns auf den Leuchtturm gesetzt und den tollen Sonnenuntergang im Mar del Plata beobachtet.

Bis Montag sind wir geblieben und haben einfach Urlaub gemacht, sprich viel gebummelt, gut gegessen, Kaffee getrunken, gelesen usw. usw. Am Montagnachmittag sind wir dann mit der Fähre nach Buenos Aires gefahren, wo wir im Regen und genau zur Zeit des Berufsverkehrs angekommen sind, mitten im Trubel der Großstadt.

 

Nachdem man sich 2 Tage von der „anstrengenden“ Reise erholt hatte,also nicht wirklich viel gemacht hat, sind wir alle zusammen am Mittwochabend zu einer Milonga gegangen. Das ist ein „Tanzabend“ an dem eine Band Tango spielt, und jeder dazu Tangotanzen kann, der will, bzw. es kann. Wir konnten es alle nicht, aber es war trotzdem schön zuzuhören und zuzugucken.

Am Freitag gab es mal wieder eine Abschiedsparty, für Patricia (die, die mich an meinem 2. Tag hier zu ihrem Geburtstag eingeladen hatte) ,da sie für unbestimmte Zeit in die USA geht. Der Abend war ganz nett, vor allem weil die WG Mitglieder zusammen mit dem Pförtner noch ein Musikstück aufgeführt haben und Hugo, der Pförtner, (ein schon etwas älter Typ, mit langen grauen Haaren und langem grauen Vollbart) danach noch auf seiner Gitarre Lieder gespielt hat, unter anderem auch den berühmten Tango Caminito (der genauso heißt wie die Straße in La Boca, mit den bunten Häusern).

Nachdem ich etwas erkältet war, hab ich Samstag nichts gemacht und bin nur abends mit Britta und Konstantin in ein tolles Lokal im Stadtteil Parlermo gegangen, um mal typisch argentinisch zubereitetes Rindfleisch zu essen. Es war wirklich lecker.

Sonntagabend waren wir in einer WG von anderen Theologiestundenten hier eingeladen, die schon richtig viel Pizza vorbereitet hatten. Auf einmal zündeten sie ne Kerze an und haben mir ein Geburtstagslied gesungen. Christian und Leon(ein deutscher Kumpel von Christian) hatten auch noch Sekt gekauft und so feierten wir in meinen Geburtstag rein. Damit hatte ich nicht gerechnet. Danach wurde der Wohnzimmertisch beiseite geschoben, die Musik etwas lauter gemacht und jeder hat einfach getanzt und als wir uns verabschiedet haben um halb 2 hörten wir sie zwei Blocks weiter immer noch feiern.

Der Montag begann ganz gut, nämlich hatten Britta, Christian, Konstantin und Leon ein Frühstück für mich vorbereitet und so haben wir ein bisschen gequatscht und den Tag langsam angehen lassen. Für die WG stand der Tag eher unter dem Zeichen, von Patricias Abschied, da sie zusammen mit Konstantin, dessen Urlaub hier auch vorbei war, abends abfliegen würde. Nach dem Frühstück fing ich an die Sachen einzukaufen und vorzubereiten, die man für einen Grillabend brauchen würde. Da ich keine Ahnung habe, wie man ein Argentinisches Asado(Grill) macht, wollte ich ein Asado Alemán machen. Da am Dienstag frei ist, weil Frühlingsanfang und Tag der Studenten ist, hat es sich angeboten auch ein bisschen zu feiern. Also hab ich den ganzen restlichen Tag zwischen Laden und Küche verbracht, da man hier natürlich nicht schon fertig eingelegte Steaks kaufen kann, war das alles etwas aufwendiger, weil man so alles selbst machen musste. Und auch für den Nudelsalat und Kartoffelsalat, musste ich erstmal wissen, wie man aus Schlagsahne sauere Sahne machen kann(Denn auch die scheints hier nicht zu geben). Um 21:00 Uhr war ich dann fertig mit allem und nach und nach kamen die ersten Gäste. Wir haben unten im Garten gesessen, was wirklich richtig schön war, da es auch nicht zu kalt war und das Fleisch ist zum Glück gelungen und die drei Salate, waren noch vor dem Fleisch leer, womit ich nicht gerechnet hätte(da ich 2 große Schüsseln mit Nudel und Kartoffelsalat und ein Blech mit Tomtaten-Basilikum…gemacht hatte)

Aber es hat allen geschmeckt und es war ein richtig tolles Geburtstags-/Garten-/Frühlingsfest.

 

Am nächsten Tag sind wir, da ja frei war und es Frühlingsanfang war nach Puerto Madero, dem Hafenviertel von Buenos Aires, gefahren um ein Picknick in einem Park zu machen. Da waren auch richtig viele Leute und überall wurde Fußball gespielt, oder gelesen oder Gitarre gespielt…wirklich eine nette Atmosphäre.

 

Bis die Bilder da sind dauert es leider mal wieder etwas, bei der Internetgeschwindigkeit hier…

 

Nochmal vielen Dank für eure Grüße, lasst es Euch gut gehen und bis bald!

Saludos

Philipp

23.9.10 00:58


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